Kapstadt
– Ein Polizeihund sorgte nun im Südafrikanischen Parlament für Aufsehen,
nachdem er seine Exkremente unter dem Sitz eines prominenten
Oppositions-Führers hinterließ. Bei dem betroffenen Politiker handelte es sich
um Mangosuthu Buthelezi, dem Gründers und Vorsitzenden der „Inkatha
Freedom“-Partei. Buthelezi, der seit 1994 südafrikanischer Innenminister ist,
war wohl "verblüfft", als er den "Haufen" auf dem Fußboden vor seiner Bank im
Parlament vorfand.
Einige glaubten, dass es sich bei dem Vorfall um ein
provozierendes Verbrechen unter Politikern handelte. Andere wiederum meinten,
dass es als Beleidigung zu deuten war. Er kam am selben Tag noch während der
üblichen Anrede zur Nationalversammlung des südafrikanischen Präsidenten Thabo
Meki zu spät, weswegen viele einen Zusammenhang vermuteten. Thabo Meki wurde
1999, als Nachfolger von Nelson Mandela, zum Staatspräsident des Landes
gewählt.
Seine
IFP-Kollegen drückten Ekel darüber aus, dass ihr Chef solch demütigender
Behandlung unterworfen worden war. Buthelezi selbst war sich nicht einig
darüber, wie er das Ganze zu deuten hätte. Der sichtbar entsetzte Buthelezi
wurde später von seinen Kollegen getröstet, nachdem er ihnen den Hundehaufen
zeigte. Ein
Mitglied des Parlaments verlangte nun eine formale Entschuldigung vom
Parlamentssprecher.
Doch ein Sprecher der Polizei gab einen Tag nach der
„Entdeckung“ bekannt, dass der Hund lediglich dem Ruf der Natur folgte. „Es
war einer unserer Polizeihunde, die wir benutzen um das Gebäude zu
durchsuchen“ erzählte der Inspektor Dennis Adriao später in einer
Presseerklärung. „Eine Aufsichtsperson versuchte das Ganze später zu säubern
und muss dabei wohl etwas vergessen haben. Wir haben uns aber bei Buthelezi
für jede verursachte Peinlichkeit entschuldigt“ hieß es weiter.